Sabine Raijchl Genusspraxis München im Blog der VEGANPROFIS by Wenderoth - veganes Consulting, Foodkonzepte, Snackkonzepte, Workshops und einiges mehr...

Warum jedes Restaurant vegane Optionen anbieten sollte.

Ein Beitrag von Sabine Rajchl. Genusspraxis München

Wie viele Menschen in Deutschland ernähren sich eigentlich vegan? Genaue Zahlen gibt es nicht. Klar ist, dass nach wie vor der Großteil der Menschen grundsätzlich alles isst. Alles – das ist das Stichwort! Vegane Optionen sind nämlich auch etwas für alle.

Knapp 10 % der Bevölkerung in Deutschland ernähren sich vegetarisch oder vegan. Restaurants, die für diese Gruppen keine interessanten Optionen anbieten, verlieren also rund 9 Millionen potenzielle Kund:innen. Doch mindestens genauso spannend: 44 % der deutschen Bevölkerung ernähren sich laut dem BMEL-Ernährungsreport 2022 flexitarisch und wählen dementsprechend bewusst regelmäßig fleischlose Alternativen.

Daraus ergibt sich, dass über die Hälfte der Personen vegetarische oder vegane Optionen in Betracht ziehen! Auch wenn viele grundsätzlich Fleisch essen, so können Restaurants mit ihrem Angebot mit einfachen Mitteln ein klares Zeichen setzen. Mit vegetarischen und veganen Optionen zeigen sie: Wir wissen, was sich viele wünschen. Wir entwickeln uns weiter. Wir erkennen Veränderungen an und setzen diese mit unserer persönlichen Note um.

Bildquelle: Sabine Rajchl

Mit wirklich einfachen mitteln klare zeichen setzen.

Insbesondere viele Personen gerade erst dabei sind zu entdecken, wie vielseitig und spannend pflanzenbasierte Gerichte sind, können Restaurants hier auftrumpfen und zeigen, was sie alles daraus zaubern können. Denn während sicherlich die ein oder andere Person noch vor der Herausforderung steht, was sie aus pflanzlichen Zutaten kochen kann, können Restaurants hier zeigen, was die Profis können.

Dabei ist die Speisekarte eines der wichtigsten Marketinginstrumente. Ein Mini-Abschnitt am Ende der Karte mit dem Titel „Vegetarische Gerichte“? Optionen wie „Gebackener Käse“, „Gebackene Champignons“ und „Beilagensalat“? Keine oder nicht klar gekennzeichnete vegane Optionen? All das signalisiert: Hier wird nur wenig Wert darauf gelegt, dass sich Kund:innen pflanzenbasierte Gerichte wünschen. Hier werden vegetarisch und vegan lebende Personen stiefmütterlich behandelt. Hier gibt es keine klaren Anzeichen für Entwicklung und Eingehen auf Bedürfnisse und Wünsche.

Bildquelle: Sabine Rajchl

Die Folge? Vegan lebende Personen informieren sich vorab über das Angebot und werden sich für ein anderes Restaurant entscheiden. Vegetarisch lebende Personen werden ebenso meist eine größere und spannendere Auswahl bei anderen finden oder diese bevorzugen. Und der Rest? Nun, auch der wird von mit-der-Zeit-gehenden Restaurants angezogen und versucht es mal mit interessanten und differenzierten Gerichten, die fast schon ganz nebenbei auch ohne Fleisch auskommen.

Die Anzahl der vegetarisch, vegan und flexitarisch lebenden Personen steigt jährlich an. Umgekehrt sinken die Anzahl der Gäste bei Restaurants, die diese Entwicklung ignorieren.

Bildquelle: Sabine Rajchl

Doch es gibt auch eine gute Nachricht. Denn möglicherweise war es noch nie so einfach zu wissen, was sich Gäste wünschen: Eine überschaubare, jedoch gut durchdachte Karte für jeden Geschmack. Eine Karte, bei der jedes Gericht gleich viel Beachtung bekommt. Eine klare Kennzeichnung, welche Gerichte vegetarisch und welche vegan sind. Eine Auswahl, bei der sich niemand ins Kleingedruckte einlesen muss, um eine fleischlose Option zu erkennen. Eine Karte, bei der sich jede:r gut aufgehoben fühlt und sich auf das Gericht freut, das ihn oder sie erwartet.

Das klingt nach Mehraufwand? Das muss es nicht sein! Denn meist gibt es bereits ausreichend Gerichte auf der Karte, die sich ganz leicht vegan abwandeln lassen. So wird der Aufwand kleiner und die Zielgruppe größer. Besser könnte es doch nicht laufen, oder?

 

Quelle: (1)

https://www.bmel.de/SharedDocs/Downloads/DE/Broschueren/ernaehrungsreport-2022.pdf?__blob=publicationFile&v=9  (letzter Abruf: 29.07.2023)

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SABINE RAICHL

SABINE RAICHL

Essen hatte schon immer einen hohen Stellenwert in meinem Leben. Schon als Teenagerin habe ich gerne für meine Eltern gekocht. Dreimal täglich essen ist schon lange Bestandteil meiner festen Routine - sonst werde ich hangry. Wenn wirklich mal keine Zeit für leckeres Essen bleibt, auf das ich gerade auch so richtig Lust habe, dann frustriert mich das. Ja, Essen war mir schon immer wichtig. Ich selbst habe manchmal darüber gescherzt und musste bei dem Gedanken schmunzeln, WIE wichtig es mir ist. Doch erst durch meine Ausbildung zur Ernährungsberaterin habe ich verstanden, das Essen nun mal wirklich wichtig ist - für jede*n.

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